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\clubpenalty = 10000
\widowpenalty = 10000
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\setlength{\parindent}{3em}
%wie weit sollen paragraphen eingerŸckt werden

\deffootnote{1em}{1em}{%
\textsuperscript{\thefootnotemark\ }}
%Auf die EinrŸckung der Fu§noten wird verzichtet

\setcounter{secnumdepth}{3}
%Bis zu welcher Gliederungsebene soll nummeriert werden 

\setcounter{tocdepth}{3}
%Welche Ebenen sollen ins Inhaltsverzeichnis

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\begin{document}
\tableofcontents
%Das Inhaltsverzeichnis

\listoffigures
%Ein Abbildungsverzeichnis
\thispagestyle{empty}
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\clearpage
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\onehalfspacing %Dieser Befehl stellt auf 1,5fachen Zeilenabstand
\pagestyle{plain} %Keine Seitennummer auf dieser Seite

\section{Einleitung}
%Section bildet die oberste Gliederungsebene in der article oder scrartcl Klasse

Betrachtet man heutige Unternehmensformen im Vergleich zu solchen 
vergangener Jahrhunderte werden, schnell wesentliche Unterschiede 
klar. Nicht nur haben heutige Unternehmungen wesentlich mehr 
Besch\"{a}ftigte, diese sind mitunter auch \"{u}ber die ganze Welt 
verstreut t\"{a}tig. Ein r\"{a}umlich einheitlicher Arbeitsplatz 
von F\"{u}hrungskr\"{a}ften und Mitarbeitern ist somit nicht mehr 
gew\"{a}hrleistet. Vor diesem Hintergrund erscheint es heute essentieller 
denn je, dass die interne Kommunikation in Organisationen erfolgreich 
ist.\\
Diese Arbeit will zeigen, welche Elemente die Unternehmens-kommunikation 
beeinflussen und in welcher Weise jeder einzelne Mitarbeiter 
und Vorgesetzte durch die Wahl des Kommunikationsmediums zum 
Gelingen von Kommunikation beitragen kann. Dabei ist sie vom 
Ansatz her recht allgemein g\"{u}ltig und abstrakt gehalten. So 
soll eine gr\"{o}{\ss}tm\"{o}gliche Anwendbarkeit auf unterschiedliche 
Medien und Situationen gew\"{a}hrleistet bleiben. Obgleich prinzipiell 
alle hier gezeigten Ergebnisse auch auf Medien wie Schwarzes 
Brett oder Mitarbeiterzeitung anwendbar sind, liegt ein gewisser 
Schwerpunkt doch auf der Tele-Kommunikation, also r\"{a}umlich 
weitreichenden Medien wie Telefon, Intranet oder Videokonferenz.\\
Zun\"{a}chst werden einige der g\"{a}ngigsten Kommunikationsmodelle 
kurz aufgezeigt, um den Kommunikationsbegriff theoretisch zu 
fundieren. Anschlie{\ss}end werden verschiedene Ergebnisse der 
Media-Choice-Forschung vorgestellt. Da gerade auf F\"{u}hrungsebene 
Integration und Kommunikation eine gro{\ss}e Rolle spielen, werden 
im letzten, empirisch orientierten Teil dann Theorie und Praxis 
einander gegen\"{u}bergestellt, um so den Realit\"{a}tsgehalt der 
verschiedenen Theorien auf der Managementebene einerseits, sowie 
die Kenntnis der F\"{u}hrungskr\"{a}fte in Hinsicht auf Chancen und 
Risiken andererseits zu \"{u}berpr\"{u}fen.\\
Aufgrund der Konzeption dieser Arbeit kann hier lediglich ein 
kurzer \"{U}berblick \"{u}ber den Stand der Forschung gegeben werden. 
Doch auch dieser vermittelt bereits einen guten Eindruck von 
den Dimensionen der medial vermittelten Kommunikation.

\section{Theoretische Grundlagen der Kommunikation}

Prinzipiell lassen sich zwei Kategorien von Kommunikationsmodellen 
unterscheiden. Zum einen solche mit informationstechnischem Schwerpunkt, 
zum anderen solche, die einen sozial orientierten Ansatz beinhalten. 
Angesichts der besonderen Erw\"{a}hnung in der Literatur zur Unternehmenskommunikation 
scheinen analytische Modelle f\"{u}r die Fragestellung nach der 
effektiven Medienwahl besonders relevant. Den Gegensatz hierzu 
stellen normative Modelle dar. Sie erkl\"{a}ren Kommunikation als 
solche, ohne sich mit tats\"{a}chlich auftretenden St\"{o}rungen 
zu besch\"{a}ftigen.\\
Die hier vorgestellten Modelle basieren somit auf der Analyse besagter St\"{o}rungen und kommen so zu ihren Erkenntnissen in Bezug auf menschliche Kommunikation.

\subsection{Kommunikation als technisches Problem}

In den technischen Wissenschaften liegt der Untersuchungsschwerpunkt 
auf dem ,,Vorgang des Transports der Information`` \cite[Seite 450]{reichwald93}. Shannon und Weaver haben bereits 1949 das Sender-Empf\"{a}nger 
Modell gepr\"{a}gt, welches f\"{u}r die Mehrheit der Kommunikationsmodelle 
Pate stand. Im wesentlichen besteht es aus drei Bestandteilen: 
\begin{enumerate}
\item Zwei oder mehr Kommunikationspartner (Kommunikationssubjekte)
\item Information (Kommunikationsinhalte)
\item Kanal (Kommunikationsweg)
\end{enumerate}
%AufzŠhlung mit nummerierten Punkten

%EinfŸgen einer Grafik (hier auskommentiert)
%\begin{figure}[htbp]
%\begin{center}
%\includegraphics{eps/bild1.epsf} %fŸgt die eigentliche Grafikdatei ein
%\caption[Modell der Informations\"ubermittlung]{{\bf Modell der Informations\-"uber\-mittlung \cite{shannon}}} %{Bildunterschrift} [optional fŸr das Abb.-Verzeichnis]
%\label{shannon}
%\end{center}
%\end{figure}

Das Modell der Informations\"{u}bermittlung ist nicht auf zwischenmenschliche 
Kommunikation beschr\"{a}nkt. Auch Mensch-Maschine Interaktionen 
lassen sich hiermit beschreiben. Unterschiedlichste Informationen 
k\"{o}nnen, auch in Abh\"{a}ngigkeit des jeweils gew\"{a}hlten Mediums, 
vermittelt werden. Verbale oder sprachliche Elemente bilden den 
Hauptbestandteil medialer Kommunikation. Innerhalb von Face-to-Face 
Situationen bekommen nonverbale Elemente (Gestik, Mimik, K\"{o}rperhaltung) 
einen wesentlich h\"{o}heren Stellenwert und bieten so die M\"{o}glichkeit 
zur ganzheitlichen Kommunikation \cite{reichwald93}. Zwar beinhaltet 
das von Shannon und Weaver entwickelte Modell neben der technischen 
auch eine semantische, sowie eine pragmatische Ebene, zur Erkl\"{a}rung 
menschlicher Kommunikation reicht dies allerdings noch nicht 
aus \cite{schaefers, theis}. Es bedarf also komplexerer 
Modelle zur Erkl\"{a}rung von sozialer Kommunikation.\\
Trotz aller Kritik bildet dieses Modell die technische Voraussetzung 
menschlicher Kommunikation, nicht zuletzt auch im Bereich Telekommunikation, 
und ist f\"{u}r ihre Erkl\"{a}rung unabdingbar.

\subsection{Kommunikation nach Watzlawick}

Das wohl bekannteste Kommunikationsmodell stammt von Watzlawick, 
Beavin und Jackson \cite{watzlawick} und besteht aus f\"{u}nf Axiomen:
\begin{enumerate}
\item Man kann nicht nicht kommunizieren. Auch Schweigen bzw. Nichthandeln 
haben Mitteilungscharakter.
\item In jeder Kommunikation gibt es einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt.
\item Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabl\"{a}ufe seitens der Partner zueinander bedingt. dotJeder interpretiert die Aussagen des Partners.
\item Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger 
Modalit\"{a}ten. Digitale Modalit\"{a}ten haben eine komplexe und 
vielseitige logische Syntax, aber eine auf dem Gebiet der Beziehungen 
unzul\"{a}ngliche Semantik. Analoge Kommunikationen dagegen besitzen 
dieses semantische Potential, ermangeln aber die f\"{u}r eindeutige 
Kommunikation erforderliche logische Syntax.
\item Zwischenmenschliche Kommunikationsabl\"{a}ufe sind entweder symmetrisch 
oder komplement\"{a}r, je nachdem, ob die Beziehung zwischen den 
Partnern auf Gleichheit oder Ungleichheit beruht.
\end{enumerate}
Lag der Fokus bei Shannon/Weaver auf der Inhaltsebene (also vorrangig 
auf sprachlicher Ebene), so steht bei den sozialen Ans\"{a}tzen 
der Beziehungsaspekt (welcher vorrangig \"{u}ber die non-verbalen 
Kan\"{a}le \"{u}bermittelt wird) im Mittelpunkt. Letzterer stellt 
eine Art Metakommunikation dar, dessen Inhalte jedoch einer Interpretation 
des Empf\"{a}ngers bed\"{u}rfen.\\

\subsection{Systemische Betrachtungsweise nach Luhmann}

Kommunikation dient bei Luhmann nicht in erster Linie der Informationsvermittlung. 
F\"{u}r ihn bildet Kommunikation, und nicht der Mensch, die grundlegende 
Voraussetzung f\"{u}r soziale Systeme \cite{gueldenberg}. In Luhmanns 
Systemtheorie wird Kommunikation als ,,eine emergente Realit\"{a}t`` 
\cite{schaefers} betrachtet. Ein soziales System kann ohne Kommunikation 
nicht existieren. Letztere wird bei Luhmann in formalen sozialen 
Systemen (wie beispielsweise Wirtschaftsorganisationen) als Entscheidung 
aufgefasst. Die Kommunikation zwischen zwei oder mehr Partnern 
in unmittelbarer r\"{a}umlicher und zeitlicher N\"{a}he, also in 
einer Face-to-Face Situation, bezeichnet er als Interaktion, 
einen Sonderfall der Kommunikation. Diese Unterscheidung in den 
Begrifflichkeiten l\"{a}sst erkennen, dass es nach Luhmann eine 
klare Trennung medial vermittelter und direkter Kommunikation 
gibt. Andere (hier vorgestellte) Kommunikationsmodelle treffen 
diese Unterscheidung nicht.\\
Anders als bei den eher psychologischen Ans\"{a}tzen geht es Luhmann 
in seinem Modell um die Betrachtung intra- und intersystemischer 
Wechselbeziehungen. Demnach beschreibt der Kommunikationsbegriff 
bei Luhmann das Miteinander der verschiedenen Anteile eines Systems 
und seiner Umwelt. F\"{u}r die interne Unternehmenskommunikation 
l\"{a}sst sich dies gleichsetzen mit der Zusammenarbeit zwischen 
den Abteilungen.

\subsection{Weitere Kommunikationsmodelle}

Neben den hier vorgestellten Modellen gibt es noch eine gro{\ss}e 
Anzahl weiterer Modelle mit teils normativen, teils analytischen 
Ans\"{a}tzen. Zu den normativen Ans\"{a}tzen zur Erkl\"{a}rung von 
Kommunikation z\"{a}hlen neben Habermas' Theorie des kommunikativen 
Handelns\footnote{Bei Habermas gibt es drei Geltungsanspr\"{u}che. Wahrhaftigkeit (der Sprecher meint was er sagt), Wahrheit (bezieht sich auf die objektive Welt) und Richtigkeit (in Bezug auf soziale Normen).} auch der von Mead begr\"{u}ndete symbolische Interaktionismus.\\

%\begin{figure}[htbp]
%\begin{center}
%\includegraphics{eps/bild2.epsf}
%\caption[Die vier Aspekte einer Nachricht]{{\bf Abb: Die vier Aspekte einer Nachricht \cite{schulz}}}
%\label{schulz}
%\end{center}
%\end{figure}

Eine Weiterentwicklung des Ansatzes von Watzlawick stellt Schulz 
von Thuns Modell der vier Aspekte einer Nachricht dar (auch bekannt 
als das ,,Vier Ohren Modell``, ausgehend von der Empf\"{a}ngerseite).\\
Noch weiter ausdifferenziert ist das Modell von Jakobson. Als 
strukturalistischer Linguist unterscheidet er sechs Kommunikations-funktionen 
(seine Kategorien lauten: referentiell, emotiv, konativ, phatisch, 
metasprachlich sowie poetisch). Die verschiedenen Ans\"{a}tze zur 
Plurifunktionalit\"{a}t von Sprache hat Delhees in einem Sechsfunktionsschema 
integriert, welches in Anlehnung an Jakobson entstand \cite{delhees}.

%\begin{figure}[htbp]
%\begin{center}
%\includegraphics{eps/bild3.epsf}
%\caption[Das Sechsfunktionsschema der Kommunikation]{{\bf Abb: Das Sechsfunktionsschema der Kommunikation \cite{delhees}}}
%\label{delhees}
%\end{center}
%\end{figure}

\section{Die Wahl des ad\"{a}quaten Mediums (Media Choice)}

Mit fortschreitender Technologisierung und zunehmender Gr\"{o}{\ss}e 
von Unternehmen nehmen die medialen M\"{o}glichkeiten und Zw\"{a}nge 
in Bezug auf die Wahl geeigneter Kommunikationsmedien zu. Ausgehend 
von der Anzahl der beteiligten Kommunikationspartner lassen sich 
hier vier Formen unterscheiden:
\begin{itemize}
\item One-to-One (z.B. Face-to-Face Situation)
\item One-to-Many (z.B. Aushang am Schwarzen Brett)
\item Many-to-One (z.B. Fragebogenaktionen)
\item Many-to-Many (z.B. Diskussionsforen im Intranet)
\end{itemize}
F\"{u}r jede dieser Formen sind bestimmte Kommunikationsmedien 
besser geeignet als andere: ,,Kein Kommunikationsweg kann alle 
Anforderungen [, die an ihn gestellt werden,] gleich gut erf\"{u}llen.`` 
\cite{reichwald93}. Ebenso wie es die unterschiedlichsten Kommunikationsmodelle 
gibt, existiert eine Vielzahl von Erkl\"{a}rungsans\"{a}tzen, wenn 
es um m\"{o}gliche Gr\"{u}nde f\"{u}r das F\"{u}r und Wider bestimmter 
Medien geht. Exemplarisch werden vier unterschiedliche Ans\"{a}tze 
vorgestellt.
\begin{itemize}
\item Die Theorie der subjektiven Medienakzeptanz (pers\"{o}nlicher 
Arbeitsstil und Kommunikation des Einzelnen bestimmen die Medienwahl)
\item Der Social-Influence-Ansatz (die Akzeptanz des Mediums 
im Umfeld der Kommunikationspartner bestimmt die Medienwahl)
\item Der aufgabenorientierte Ansatz (die tats\"{a}chliche Eignung 
des Mediums zur Erf\"{u}llung gewisser Aufgaben beeinflusst dessen 
Auswahl)
\item Die Media-Richness Theorie (objektive Eigenschaften des 
Mediums f\"{u}r analoge und digitale Kommunikationsinhalte bestimmen 
die Medienwahl)
\end{itemize}

Zwar reichen die vorgestellten Ans\"{a}tze nicht aus, die individuelle 
Medienwahl vollst\"{a}ndig zu erkl\"{a}ren, dennoch wird bereits 
hier deutlich, dass Medien nicht allein aufgrund von technologischem 
Potenzial beurteilt werden, auch individuelle (Rezeptions-)Gewohnheiten 
spielen hier eine Rolle. Nur durch einen \"{U}berblick \"{u}ber unterschiedliche 
Theorien erkl\"{a}rt sich der heutzutage immer noch beachtliche 
Zeit- und Kostenaufwand zur pers\"{o}nlichen Kommunikation, obwohl 
modernste Medien wie beispielsweise Email existieren.\\
Dar\"{u}berhinaus sollen hier auch die \"{U}berlegungen von D\"{o}ring 
\cite{doering} zum Tragen kommen. Hierbei handelt es sich um neun verschiedene 
theoretische Ans\"{a}tze zur computervermittelten Kommunikation, 
die zwar teilweise eine Wiederholung der vier vorangegangenen 
Ans\"{a}tze darstellen, diese jedoch entscheidend erweitern, da 
sie sie in Beziehung setzen.

\subsection{Theorie der subjektiven Medienakzeptanz}

In der Theorie der subjektiven Medienakzeptanz nach \cite{davis} 
bestimmen der pers\"{o}nliche Arbeitsstil und die Kommunikations-pr\"{a}ferenzen 
des Einzelnen die Medienwahl.\\
Zentrale Bestimmungsgr\"{o}{\ss}en der Medienakzeptanz sind ,,perceived 
usefulness`` und ,,perceived ease of use``. Dieser wahrgenommene 
Nutzen oder die wahrgenommene Bequemlichkeit des Medieneinsatzes 
l\"{a}sst sich allerdings auch beeinflussen. Teilweise m\"{o}gen 
die subjektiven Einsch\"{a}tzungen zwar Ausdruck pers\"{o}nlicher 
Charaktereigenschaften sein, doch f\"{o}rdern \"{U}bung und positive 
pers\"{o}nliche Erfahrung im Umgang mit einem Medium durchaus die 
positive Einsch\"{a}tzung seines Nutzens. H\"{a}ufig sind zu einer 
wirklich effektiven Nutzung (und damit zu einem Nutzenempfinden) 
dar\"{u}ber hinaus Qualifikationsma{\ss}nahmen wie Anleitung, Schulung 
und Training erforderlich. Diese sind dann zugleich Wegbereiter 
f\"{u}r Akzeptanz und nutzbringenden Medieneinsatz.

\subsection{Social-Influence-Ansatz}

Beim Social-Influence-Ansatz oder der Theorie der kollektiven 
Medienakzeptanz geht es ebenfalls um subjektive Bewertungen von 
Medien. Im Gegensatz zur subjektiven Medienakzeptanz bestimmt 
hier allerdings die Akzeptanz bzw. Ablehnung unterschiedlicher 
Medien im sozialen Umfeld. Somit werden vorrangig Medien eingesetzt, 
die im Kollegenkreis, bei den Vorgesetzten oder Kooperationspartnern 
eingesetzt werden. Auch die symbolische Bedeutung eines Mediums 
und dessen Verbreitung spielen eine gro{\ss}e Rolle \footcite[vgl. hierzu ausf\"uhrlich][]{goecke}.\\
Klar ersichtlich wird dies an folgendem Beispiel:\\
Haben nur wenige Organisationsmitglieder einen Computer, aber 
jeder ein Telefon, so wird das Telefon einer Email in den allermeisten 
F\"{a}llen vorgezogen. Lediglich wenn eine bestimmte Anzahl an 
Kommunikationspartnern ebenfalls per Email erreichbar ist, wird 
die Wahl der elektronischen Kommunikation beg\"{u}nstigt.\\
Soziale Einflu{\ss}faktoren in Form anerkannter Normen, symbolischer 
Zuschreibungen oder kollektiver Handlungsmuster sind damit aus 
dieser Theorieperspektive mitbestimmend f\"{u}r pers\"{o}nliche Medienpr\"{a}ferenzen.

\subsection{Aufgabenorientierter Ansatz}

Losgel\"{o}st vom sozialen Umfeld steht der aufgabenorientierte 
Ansatz nach Reichwald \cite{reichwald93, reichwald98}. Grundlage hierf\"{u}r bildet 
die Annahme eines Zusammenhangs zwischen Aufgabe und Eignung 
von Kommunikationsweg. Da unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche 
Anforderungen an die Kommunikation stellen, k\"{o}nnen aufgabenabh\"{a}ngig 
jeweils unterschiedliche Medien effizienter sein. Die jeweilige 
Eignung eines Mediums bestimmt ma{\ss}geblich \"{u}ber Akzeptanz 
und Einsatz.\\
Nach dem aufgabenorientierten Modell stellt jeder gesch\"{a}ftliche 
Kommunikationsprozess vier Grundanforderungen an den Kommunikationsweg 
\footcite[vgl.][S. 59]{reichwald98}:
\begin{itemize}
\item Genauigkeit der Kommunikation hat als Grundmerkmal beispielsweise 
in b\"{u}rokratischen F\"{u}hrungsprozessen, aber auch in Abstimmungsprozessen 
f\"{u}r technische Fachaufgaben eine entscheidende Bedeutung. Bei 
derartigen Kommunikationsprozessen kommt es auf administrative 
Exaktheit, auf Dokumentationsf\"{a}higkeit und Weiterbearbeitungsm\"{o}glichkeit 
der ausgetauschten Informationen an. Die formale Genehmigung 
von Investitionsvorhaben ist ein Beispiel f\"{u}r Kooperationsprozesse 
im F\"{u}hrungsbereich, bei denen es auf besondere ,,Genauigkeit``, 
also inhaltliche Aspekte der Kommunikation, ankommt.
\item Schnelligkeit und Bequemlichkeit der Kommunikation stehen 
dann im Vordergrund, wenn Informationen in m\"{o}glichst kurzer 
Zeit und ohne gr\"{o}{\ss}eren Aufwand ausgetauscht werden m\"{u}ssen. 
Erfordern Kommunikationsprozesse z.B. schnelle Dispositionen 
oder die sofortige Reaktion auf unerwartete Ereignisse, dann 
ist schnelle und bequeme Kommunikation besonders wichtig.
\item Vertraulichkeit als Anforderung an einen Kommunikationsproze{\ss} 
spielt vor allem dann eine Rolle, wenn es um die Erzielung einer 
wertorientierten \"{U}bereinkunft zwischen Kooperationspartnern 
geht, wenn die interpersonelle Vertrauensbildung als sozialer 
Aspekt der Kommunikation im Vordergrund steht. Das Merkmal ,,Vertraulichkeit`` 
beinhaltet jedoch auch Anforderungen der Kommunikationspartner 
an den Schutz vor unberechtigtem Zugriff, Verf\"{a}lschung und 
die Identifizierbarkeit des Absenders von Nachrichten.
\item Komplexit\"{a}t charakterisiert Kommunikationsaufgaben, 
bei denen es um die Kl\"{a}rung schwieriger Inhalte geht oder bei 
denen komplizierte sachliche und personenbezogene Fragen wechselseitig 
verstanden werden m\"{u}ssen. Komplexit\"{a}t stellt besondere Anforderungen 
an die Direktheit des Dialogs, erfordert unmittelbare R\"{u}ckkopplung 
sowie das Wechselspiel zwischen verbaler und non-verbaler Kommunikation.
\end{itemize}

%\begin{figure}[htbp]
%\begin{center}
%\includegraphics[width=7cm]{eps/bild4.epsf}
%\caption[Das aufgabenorientierte Kommunikationsmodell]{{\bf Abb: Das aufgabenorientierte Kommunikationsmodell \cite{reichwald93}}}
%\label{reichwald93}
%\end{center}
%\end{figure}

Je strukturierter eine Aufgabe ist, desto weniger Bedarf nach 
sozialer Pr\"{a}senz ist vorhanden. Umgekehrt wird der Bedarf nach 
sozialer Pr\"{a}senz gr\"{o}{\ss}er, je komplexer eine Aufgabe ist.\\
Aus Sicht des aufgabenorientierten Ansatzes ben\"{o}tigt jedes 
Organisationsmitglied, speziell in F\"{u}hrungspositionen, eine 
Vielzahl von verf\"{u}gbaren Kommunikationsmedien, um jeweils das 
geeignetste Instrument in Abh\"{a}ngigkeit der Aufgabe ausw\"{a}hlen 
zu k\"{o}nnen.

\subsection{Media-Richness Theorie}

Die Media-Richness Theorie geht zur\"{u}ck auf empirische Untersuchungen 
von Daft/Lengel \cite{reichwald98}, und deren Information-Richness 
Modell. \"{A}hnlich wie im aufgabenorientierten Ansatz gibt es 
auch hier eindeutig identifizierbare effektive Medien. Der grunds\"{a}tzliche 
Unterschied besteht zwischen ,,armen`` und ,,reichen`` Medien. 
Diese Kategorisierung bedeutet jedoch nicht, dass ,,arme Medien 
per se schlechter``\footnote{\cite[Seite 57]{reichwald98}} sind. 

%\begin{figure}[htbp]
%\begin{center}
%\includegraphics[width=7cm]{eps/bild5.epsf}
%\caption[Das Media-Richness Modell]{{\bf Das Media-Richness Modell \cite{reichwald98}}}
%\label{reichwald98}
%\end{center}
%\end{figure}

Ein Mittelweg zwischen unn\"{o}tiger Komplizierung (overcomplication) 
und unangemessener Simplifizierung (oversimplification) stellt 
das Ideal dar. Je komplexer eine Aufgabe ist, desto effektiver 
ist der Einsatz reicher Medien. Die Kommunikation \"{u}ber arme 
Medien ist um so effektiver , je strukturierter eine Aufgabe 
ist. Die Bandbreite reicht von der ,,armen`` Briefpost bis hin 
zur ,,reichen`` Face-to-Face Situation. W\"{a}hrend am unteren Ende 
der Skala, also bei weniger komplexen Medien, wenig bis gar kein 
Feedback zum Tragen kommt, und die Informations\"{u}bermittlung 
sehr unpers\"{o}nlich verl\"{a}uft, kann die Kommunikation anhand 
von reichhaltigen, und somit komplexen Medien durch die Mehrdeutigkeit 
an Informationen erschwert werden.

\subsection{Computervermittelte Kommunikation}

Nicola D\"{o}ring hat in ihrer Arbeit zur Sozialpsychologie des 
Internet (1999) insgesamt neun theoretische Ans\"{a}tze ausdifferenziert, 
die als Erweiterung des Media-Richness Modells betrachtet werden 
k\"{o}nnen. Diese lassen sich in zwei Gruppen einteilen:\\
Theorien der medialen Verarmung, sowie Theorien der medialen 
Bereicherung.\\
Die mediale Verarmung betonen vor allem die Kanalreduktionstheorie, 
Filtertheorie, die Theorie der Medienwahl (rational / normativ 
/ interpersonal), sowie die der sozialen Informationsverarbeitung. 
Von einer Bereicherung gehen die Simulation, Evokation, Digitalisierung 
und Oraliteralit\"{a}t (kulturelle Einflu{\ss}faktoren) aus. Im Folgenden 
sollen die wesentlichen Bestandteile genannter Theorien kurz 
angerissen werden.\\
Die Kanalreduktionstheorie geht davon aus, dass eine Verarmung 
durch fehlende Sinneskan\"{a}le entsteht. Die Information wird 
entsinnlicht, entr\"{a}umlicht und je nach Art der Kommunikation 
(synchron oder asynchron) auch entzeitlicht. Der Extremfall der 
Reduktion tritt dann ein, wenn computerbasierte Kommunikation 
nur anhand von getipptem Text erfolgt. Die laut Watzlawick et. 
al. in menschlicher Kommunikation immer vorhandene Beziehungsebene 
geht hier aufgrund fehlender Kan\"{a}le verloren, es bleibt lediglich 
die Inhaltsebene. Zwar l\"{a}{\ss}t sich eine menschliche Komponente 
in das Medium einbringen, doch geschieht dies nur nach erfolgter 
Selbstreflexion. Dadurch ergibt sich die Frage, inwieweit eine 
Kompensation der medialen Defizite authentisch ist, da die Vor-Interpretation 
von non-verbalen Elementen bereits durch den Sender erfolgt.\\
Die Filtertheorie besagt, dass soziale Hinweisreize (zumeist 
visueller Natur) wegfallen und die aus der Filterung resultierende 
Anonymit\"{a}t positive wie auch negative Konsequenzen hat. Man 
kann diesen Freiraum sowohl f\"{u}r prosoziales als auch antisoziales 
Verhalten ausnutzen. So werden soziale Hemmungen abgebaut. Allerdings 
ist diese Theorie nur bedingt anwendbar auf organisationelle 
Kommunikation, da der Aspekt der Anonymit\"{a}t nur so lange gew\"{a}hrleistet 
ist, wie die Interaktionspartner sich nicht pers\"{o}nlich kennen. 
Bei geringer Organisationsgr\"{o}{\ss}e ist jedoch die Wahrscheinlichkeit 
hoch, dass sich die Beteiligten kennen.\\
Die Theorie der Medienwahl kann in drei verschiedene Arten, welche 
die Nutzung bestimmen, eingeteilt werden: rational, normativ 
und interpersonal. Das Konzept der rationale Medienwahl ist in 
etwa \"{u}bereinstimmend mit der Theorie der subjektiven Medienakzeptanz 
\cite{davis}. Normative Medienwahl bezeichnet im 
wesentlichen den Social-Influence Ansatz. Der interpersonale 
Ansatz geht soweit, dass dass er das gew\"{a}hlte Medium selbst 
als eine bestimmte Mitteilung betrachtet: ,,The medium is the 
message``\footnote{McLuhan, 1994 in: \cite{doering}}.\\
Der letzte von medialer Verarmung ausgehende Ansatz ist die Theorie 
der sozialen Informationsverarbeitung. Sie geht davon aus, dass 
die verlorene nonverbale Information verbalisiert werden kann 
und somit kein wirklicher Verlust an Gehalt gegen\"{u}ber der Face-to-Face 
Kommunikation entsteht. Doch wie bereits erw\"{a}hnt erfolgt eine 
Verbalisierung nichtsprachlicher Elemente immer aufgrund von 
Selbstreflexion, und ist somit bereits selektiert.\\
Die Simulation bezeichnet die M\"{o}glichkeit, anhand von computervermittelter 
Kommunikation neue Identit\"{a}ten auszuprobieren, sowie unterschiedlichste 
Facetten auszuleben, wodurch das Wohlbefinden des Menschen gesteigert 
werden kann.\\
Das Imaginationsmodell, oder auch die Evokation, bezieht sich 
auf die Anregung der Phantasie durch Informationsl\"{u}cken. Sie 
wirkt erg\"{a}nzend zu unserer Wahrnehmung. Dies f\"{u}hrt zu einer 
st\"{a}rkeren Besch\"{a}ftigung mit dem, wenn auch nicht in jeder 
Beziehung realen, Kommunikationspartner.\\
Die letzte, von D\"{o}ring angef\"{u}hrte Theorie ist die der Digitalisierung 
und Oraliterarit\"{a}t. Letztere versteht sie als resultierenden, 
neuen Kommunikationsstil durch die Mischung von Geschriebenem 
und Gesprochenem. Die Digitalisierung von Information erh\"{o}ht 
neben der Transportgeschwindigkeit von Informationen auch den 
potenziellen Teilnehmerkreis, so dass ,,kollaborierte Massenkommunikation`` 
erm\"{o}glicht wird.

\section{Empirische Studien zum Einsatz unterschiedlicher Medien}

Nun sollen die theoretischen Modelle zum Medieneinsatz in der 
Praxis nachgewiesen werden. Dies soll anhand von empirischen 
Studien erfolgen.

\subsection{Straus und McGrath (1994)}

Straus und McGrath haben in ihrer 1994 ver\"{o}ffentlichten Studie 
die Frage gestellt, ob das Medium eine Rolle bei der Kommunikation 
spiele. Computervermittelte Kommunikation wurde in Abh\"{a}ngigkeit 
unterschiedlicher Aufgabentypen (Ideenentwicklung und -sammlung, 
Denkf\"{a}higkeit und Urteilsbildung) mit der klassischen Face-to-Face 
vermittelten Interaktion verglichen. Die der Untersuchung zugrunde-liegenden 
Hypothesen lauten:
%es folgt eine verschachtelte AufzŠhlung, LaTeX nimmt automatisch Buchstaben fŸr die zweite Ebene
\begin{enumerate}
\item Die Qualit\"{a}t des Arbeitsergebnisses unterscheidet sich bei 
den beiden Gruppen in dem Ma{\ss}, in dem in den Aufgaben die Notwendigkeit 
der Mitgliederkoordination zunimmt.
\item Bei gleichen Zeitvorgaben produzieren durch Medien kommunizierende 
Gruppen weniger als FTF Gruppen. Die Unterschiede in der Produktivit\"{a}t 
sollten bei Aufgaben, die ein hohes Ma{\ss} an Gruppenkoordination 
erfordern, am gr\"{o}{\ss}ten sein.
\item 
\begin{enumerate}
\item Es treten gr\"{o}{\ss}ere Kommunikationsprobleme in der Gruppe 
der computervermittelten Kommunikation auf.
\item FTF Gruppen sind im Vergleich zufriedener, wenn die Notwendigkeit 
f\"{u}r Gruppenkoordination in den Aufgaben zunimmt. Generell gibt 
es bei der Zufriedenheit gr\"{o}{\ss}ere Unterschiede zwischen den 
Gruppen.
\end{enumerate}
\end{enumerate}
Die 72 teilnehmenden Gruppen bestanden aus jeweils 3 Personen 
(Psychologiestudenten im Grundstudium), wobei sich eine Gruppe 
an einem Tisch gegen\"{u}ber sa{\ss}, die andere zwar Sichtkontakt 
hatte, aber den Teilnehmern Augenkontakt durch Trennw\"{a}nde unterbunden 
wurde. Es wurden drei Aufgaben gestellt, deren Bearbeitungszeit 
jeweils 12 Minuten betrug. Die Reihenfolge der Aufgaben wurde 
systematisch innerhalb der Gruppen variiert. Sie bestanden aus
\begin{itemize}
\item Ideenentwicklung, -sammlung. Ideen, die physikalische Umwelt 
zu verbessern, wobei auch hier variiert wurde nach a) maximaler 
Wirkung, b) maximaler Durchf\"{u}hrbarkeit und c) so viele Ideen 
wie m\"{o}glich zu produzieren.
\item Denkf\"{a}higkeit. Hier waren vier Multiple-Choice-Aufgaben zu 
l\"{o}sen.
\item Urteilsbildung. Ein fiktiver Fall eines Korruptionsversuches 
an einer Hochschule sollte aus f\"{u}nf Sichtweisen bewertet werden.
\end{itemize}
Die Ergebnisse im Hinblick auf obige Thesen zeigten, dass es 
keinerlei Unterschiede in der Qualit\"{a}t der geleisteten Arbeit 
gab, wohl aber in der Quantit\"{a}t, sprich der Menge der gel\"{o}sten 
Aufgaben. Hier zeigte sich die FTF Gruppe \"{u}berlegen. Dar\"{u}berhinaus 
gaben Gruppen, die computervermittelt miteinander kommuniziert 
hatten, gr\"{o}{\ss}ere Schwierigkeit im Verlauf der Kommunikation 
an. Auch die angegebene Zufriedenheit mit dem Medium war gering, 
mit Ausnahme der Aufgabe zur Ideenentwicklung.\\
Diese Studien bekr\"{a}ftigen den aufgabenorientierten Ansatz nach 
Reichwald und in Teilen die Medienreichhaltigkeit nach Rice und 
Daft/Lengel.

\subsection{Antoni (1990)}

In den Studien von Antoni (1990) ging es um ,,Einstellungen und 
Erfahrungen von Mitarbeitern im Umgang mit einer neuen Kommunikationstechnik``. 
Hierbei handelt es sich um eine explorative Feldstudie, in der 
die Einflu{\ss}faktoren auf die Akzeptanz und Nutzung von Videokonferenzen 
und etwaige daraus resultierende Auswirkungen auf den Einsatz 
anderer Medien untersucht wurden.\\
Als Ergebnis stellte sie fest:
%lŠngere Zitate sollen eingerŸckt gesetzt werden, das erledigt LaTeX anhand der quotation Umgebung
\begin{quotation}
Zwischen Nutzern und Nicht-Nutzern wurde eine Reihe signifikanter 
Unterschiede gefunden, die auf einen Einflu{\ss} der hierarchischen 
Position auf das Kommunikationsverhalten hinweisen. Ferner schien 
das Nutzungsverhalten positiv korreliert mit der Einstellung 
der Kollegen (\dots). Videokonferenzen scheinen im Vergleich (\dots) 
zu einer h\"{o}heren Expertenbeteiligung zu f\"{u}hren, besser vorbereitet 
zu sein, sachlicher, disziplinierter, aber auch distanzierter 
zu verlaufen (\dots).
\end{quotation}
%\dots erzeugt drei Punkte ... wie bei Auslassungen Ÿblich.
Die Nutzer unterscheiden sich von den Nicht-Nutzern der Videokonferenz 
dadurch, dass sie
\begin{itemize}
\item \"{a}lter und l\"{a}nger im Betrieb sind,
\item hierarchisch eine h\"{o}here Position bekleiden,
\item mehr Mitarbeiter f\"{u}hren, also auch mehr kommunizieren (firmenintern 
wie -extern),
\item fr\"{u}hzeitig in den Einf\"{u}hrungsproze{\ss} neuer Kommunikationstechnik 
eingebunden sind.
\end{itemize}
Hier zeigen sich mehr oder weniger deutlich beide Theorien der 
Medienakzeptanz. Zwar k\"{o}nnen diese nicht eindeutig aus diesem 
Ergebnis gefolgert werden, aber sie erscheinen im Hinblick auf 
die Unterscheidungskriterien anwendbar. Speziell der ,,perceived 
ease of use`` stellt sich bei der Nutzergruppe aus erkl\"{a}rlichen 
Gr\"{u}nden schnell ein, da sie ja fr\"{u}hzeitig in die Einf\"{u}hrung 
eingebunden waren.

\subsection{Grote (1994)}

Eine in der Managementliteratur h\"{a}ufig zitierte Studie ist 
die Untersuchung von Gudela Grote zu den ,,Auswirkungen elektronischer 
Kommunikation auf F\"{u}hrungsprozesse``. 13 Vorgesetzte-Mitarbeiter-Paare 
beschrieben anhand von Adjektivpaaren ihren Kommunikationsstil, 
bzw. den ihres Vorgesetzten. Die Auswertung erfolgte anhand der 
Merkmale Lokomotion und Koh\"{a}sion\footnote{"`Lokomotion meint diejenigen Funktionen, die der Erreichung organisationaler Ziele dienen, wie z. B. Arbeitsziele definieren, Aufgaben verteilen und Arbeitsergebnisse kontrollieren. KohŠsion umfa§t diejenigen Funktionen, die der Schaffung und Erhaltung positiver Arbeitsbeziehungen dienen, wie z. B. MitarbeitergesprŠche fŸhren, soziale UnterstŸtzung geben und Konflikte schlichten."' \cite{grote}}. Die Reduzierung von F\"{u}hrungsaufgaben 
auf diese beiden Elemente wurde zwar vielfach kritisiert, wie 
Grote anmerkt, doch scheinen ihr diese beiden Dimensionen ausreichend 
f\"{u}r ihre Untersuchung.

In dieser zeigte sich eindeutig, dass elektronisch vermittelte 
Kommunikation einen Kommunikationsstil f\"{o}rdert, der viele Elemente 
von Lokomotion (also Aufgabenorientierung), aber wenige von Koh\"{a}sion 
(also Mitarbeiterorientierung) enth\"{a}lt.\\

%\begin{figure}[htbp]
%\begin{center}
%\includegraphics{eps/bild6.epsf}
%\caption[Elektronische Kommunikation und F\"uhrungsprozesse]{{\bf Auswirkungen elektronischer Kommunikation auf F\"{u}hrungsprozesse 
%\cite{reichwald98}}}
%\label{reichwald98b}
%\end{center}
%\end{figure}

Die aufgezeigten Merkmale elektronischer (computervermittelter) 
Kommunikation lassen auch hier erkennen, dass sich mediale Kommunikation 
speziell in Situationen anbietet, denen ein hoher Grad an Strukturiertheit 
zugrunde liegt.\\
Bemerkenswert ist die Kenntnis der Vorgesetzten in Bezug auf 
die Effekte der eingesetzten Medien. So setzten einige F\"{u}hrungskr\"{a}fte 
gezielt elektronische Medien zu Lokomotionszwecken ein, um sich 
in pers\"{o}nlichen Gespr\"{a}chen verst\"{a}rkt auf Elemente der Mitarbeiterorientierung 
konzentrieren zu k\"{o}nnen. Andere F\"{u}hrungskr\"{a}fte hingegen 
st\"{u}tzen gezielt ihren auf Lokomotion begr\"{u}ndeten F\"{u}hrungsstil 
durch den intensiven Einsatz elektronischer Medien.\\
Auch hier lassen sich theoretische Modelle der medial vermittelten 
Kommunikation erkennen: \\
Neben der interpersonalen Medienwahl (die sich hier dadurch manifestiert, 
dass ein bestimmter F\"{u}hrungsstil gezielt durch den Medieneinsatz 
unterstrichen wird) und der medialen Reichhaltigkeit, sowie der 
Theorie der subjektiven Medienakzeptanz zeigt sich hier deutlich, 
dass speziell der aufgabenorientierte Ansatz eine wesentliche 
Rolle spielt. Die Art zu kommunizieren erweist sich f\"{u}r F\"{u}hrungskr\"{a}fte 
somit als ideales Instrument zur Steuerung von intraorganisationalen 
Abl\"{a}ufen.\\
Die Untersuchung zeigt auch, dass das F\"{u}hrungsverhalten an 
(neue) Medien angepasst werden muss, um negativen Konsequenzen, 
die durch eine intensive Nutzung entstehen k\"{o}nnten, vorzubeugen.
\clearpage %eine eigene Seite fŸr die Zusammenfassung
\section{Zusammenfassung}

Gerade in modernen Organisationen, in denen Face-to-Face Kommunikation 
auf Grund von Gr\"{o}{\ss}e und Struktur des Unternehmens nicht mehr 
den Normalfall darstellt, bedarf es medial vermittelter Kommunikation. 
Jedes Medium hat hier unterschiedliche Vor- und Nachteile aufzuweisen.\\
Die Wahl des geeigneten Mittels erfolgt aufgrund unterschiedlicher 
Strategien, wie die Media-Choice Forschung aufgezeigt hat. Hierbei 
spielt eine Vielzahl von Einflu{\ss}faktoren eine Rolle, die nur 
zusammengenommen in der Lage sind, Medienwahl zu erkl\"{a}ren. 
Diese Einfl\"{u}sse stammen hierbei nicht nur aus den individuellen 
Bewertungen bez\"{u}glich eines Mediums, sondern auch aus dem sozialen 
Umfeld, oder sie erwachsen aus der Aufgabe oder dem Medium selbst. 
Gerade im Management, dessen Hauptaufgabe die Kommunikation darstellt, 
erscheint es sinnvoll, dass die Beteiligten um die Wirkung der 
eingesetzten Medien Bescheid wissen. Bei einem Einsatz von ca. 
50 bis 90 Prozent der Arbeitszeit f\"{u}r kommunikative T\"{a}tigkeiten 
\footcite{goecke} ist es erforderlich, diese m\"{o}glichst effizient 
zu steuern.\\
Auch mit fortschreitender Technisierung der Unternehmen zeigt 
sich, dass das pers\"{o}nliche Gespr\"{a}ch, also die Face-to-Face 
Kommunikation, auch weiterhin seine Berechtigung hat. Durch neue 
(Tele-)Kommunikations-medien entstehen neue Chancen f\"{u}r die 
Planung der internen Orga-nisationskommunikation, doch ist es 
essentiell, dass die Verantwortlichen um die Auswirkungen ihrer 
Entscheidungen Bescheid wissen, um so die vorhandenen Ressourcen 
effektiv zu nutzen. \\
%Es gibt noch ein paar Quellen die ins Verzeichnis sollen, aber im Text nicht auftauchen, daher der \nocite{} Befehl:
\nocite{winterstein} \nocite{stroebe} \nocite{straus} \nocite{roehl} \nocite{probst} \nocite{kloefer} \nocite{forgas} \nocite{bruhn} \nocite{antoni}
\clearpage

\bibliographystyle{jureco} 
%der verwendete jureco bibliographiestil ist fŸr Geisteswissenschaften besonders geeignet
\bibliography{arbeit} 
%Hier steht welche *.bib Datei verwendet werden soll, jedoch ohne die Endung .bib

\end{document}
